So überwindest Du die Angst vor Ablehnung

Wenn ich frage, was gründungsinteressierte Menschen vom Gründen abhält, kommt öfter die Antwort: "Ich habe Angst davor, abgelehnt zu werden." Ich habe zwei gute Nachrichten: 1. Das ist normal. 2. Das ist lösbar.


Woher kommt die Angst vor Ablehnung? Wie so oft: sie hat einen evolutionären Hintergrund. Wenn wir vom Stamm ausgeschlossen worden wären, wären die Überlebenschancen rapide gesunken. Deswegen haben wir uns lieber unauffällig und Gruppen-Konform verhalten. Überlebenswichtig war, von der Gruppe mindestens geduldet zu sein.


Ich finde es ja immer beruhigend, eine schlüssige Begründung zu haben. Begründung da, Drama weg.


Die negative Seite dieses Erbes ist, dass wir noch heute Hemmungen haben, eine "andere" Meinung zu äußern, "andere" Ideen zu haben - "anders" zu sein.


Klar, dass wir uns nicht trauen, uns selbstständig zu machen, weil es "anders" ist.


Insbesondere, wenn Du angestellt warst oder Du im Umfeld hauptsächlich Angestellte hast… das birgt die (gefühlte) Gefahr, von "Deiner" Gruppe abgelehnt zu werden. Was, wenn sich alte Arbeitskollegen über meine neuen Ambitionen lustig machen? Was, wenn auf Social Media jemand einen kritischen Kommentar zu Deinem Produkt hinterlässt? Was, wenn…


Das Krasse: Unser Hirn verarbeitet die Erfahrung sozialer Ablehnung genauso wie körperlichen Schmerz. Und zwar richtig doller Schmerz, vergleichbar mit einer heißen Tasse Wasser, die über die Hand…. Kein Wunder, dass wir zurückhaltend sind.


Die Lösung: Der Weg aus der Ablehnung heraus führt durch die Ablehnung hindurch.


Ich weiß, das klingt hart.


Leider gibt es meiner Meinung nach keine Abkürzung. Wir müssen die Ablehnung immer wieder erfahren. Wir müssen trainieren, damit umzugehen. Dadurch verlieren wir die Furcht vor ihr.


Glaube mir, ich spreche aus Erfahrung. Hätte ich 2010 auf einige geliebte Menschen gehört, hätte ich niemals ein Sozialunternehmen gegründet. Ich würde heute noch Marketing für Handytarife machen.


Meine härteste Schule in Sachen Ablehnung: Spenden sammeln für eben dieses Sozialunternehmen.


Oft helfen oft schon Kleinigkeiten im Alltag. Zum Beispiel können wir die Angst vor Zurückweisung mindern, indem wir Kritik z.B. im Job aktiv einfordern und so die Kontrolle auf unsere Seite holen.


Oder indem wir unsere Gründungsidee von Anfang an immer wieder einem kritischen Publikum präsentieren und lernen, auch mal mit kritischen Nachfragen umzugehen. Oder wir uns mit gleichgesinnten Menschen umgeben, die ähnliche Herausforderungen haben.


Meine Motivation durch den Schmerz der Ablehnung zu gehen, ist folgende Frage: Kann ich mit 80 Jahren zurückblicken und sagen "Ich habe alles versucht, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu gestalten."? Oder blicke ich zurück auf eine Zeit, in der ich mich gefangen im Schraubstock der Erwartung der anderen fühlte?


Gute Ideen für Neues Unternehmertum

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