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Heute vor einer Woche war alles blöd

Heute vor einer Woche war für mich (Katharina) alles blöd. Ich hatte gerade meine zwei kranken Kinder nach einem anstrengenden Tag ins Bett gebracht, wollte mich einfach nur von einer “sinnfreien Netflix-Serie berieseln” lassen und öffnete noch schnell unseren letzten Newsletter, den ich verfasst hatte. 


Und da war es und stach mir direkt ins Auge: Das falsche Zitat! Ich dachte nur: “Mist! Du hast das Zitat nicht ausgetauscht. Da steht noch das alte aus der Vorwoche. Wie unprofessionell. Passt irgendwie zu meiner blöden Woche!”


Damit begann dann meine Gedankenschleife zum Thema “Läuft eh alles schief diese Woche” so richtig in Fahrt zu kommen: 

  • Mein lang ersehntes Mädels-Wochenende in Hamburg wurde an dem Wochenende zuvor aufgrund des Streiks gecancelt.

  • Dann hatte ich zwei kranke Kinder zu Hause, was eh zu latentem Schlafmangel und einem “hoffentlich ist es bald überstanden”-Modus führt. 

  • Und mein Mann hatte sich gerade bei mir verabschiedet, da er auf eine Geschäftsreise fuhr, sodass in meiner Welt “alles” an mir hängen blieb.


Aus meiner Sicht hatte ich also wirklich viele gute Gründe, dass grad “alles blöd” war.


“Wenn wir die Welt nur in Schwarz und Weiß sehen, verpassen wir die ganze Palette an Farben dazwischen.” Hans Rosling, Autor von “Factfulness: Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist”


Dieses Zitat ist mir am selben Abend noch ins Auge gestochen, da ich gerade das oben erwähnte Buch als “Einschlaflektüre” lese. Hier geht es darum, wie wir eine realistische und optimistischere Sicht auf die Welt bekommen. Das schaffen wir, in dem wir faktenbasiertes Denken anwenden und unsere instinktive Neigung zum dramatischen und negativen Weltbild überwinden. 


Passend zu meinen Erlebnissen war ich gerade beim Kapitel angelangt, dass sich mit dem Hang des Menschens zum zweidimensionalen Denken - also dem klassischen “schwarz-weiß Denken” - auseinandersetzt. Rosling erläutert darin, wie unser Gehirn gewissermaßen auf diese Sicht gepolt ist und empfiehlt, ein faktenbasiertes und nuanciertes Denken zu üben. 


Kurz vor’m Einschlafen hat mich dieses Kapitel nochmal wachgerüttelt. Was hieß denn eigentlich “nuancierter” für mich? 


So fing mein zweites Gedankenkarussell an dem Tag an: 

  • Ja, das Zitat im Newsletter war veraltet. Aber mal ganz ernsthaft: Weder Maren noch ich wollen das Bild der absoluten “Super-Unternehmerinnen” vermitteln, bei denen alles immer perfekt läuft. 

  • Mein Mädels-Wochenende in Hamburg: Verschoben auf Juni und definitiv nicht gecancelt - das waren nur die Flüge.

  • Und die kranken Kinder? Ja, die waren krank und klar, das ist anstrengend. Aber meinen Mann und mich hat die Situation (trotz Geschäftsreise und auch dank meiner Selbstständigkeit) nicht “aus der Kurve geschmissen”, wie schon in den Jahren zuvor passiert. 


Und was hat “schwarz-weiß Denken” mit Gründen zu tun?


Für mich persönlich haben diese Erkenntnisse sehr viel mit Gründen zu tun. Wie oft ertappst Du Dich, im schwarz-weiß Denken? Hier mal ein paar “Klassiker”, die uns immer wieder begegnen:


Klassiker 1: Ich brauche DIE zündende Geschäftsidee, um zu gründen. 

Maren und ich haben mittlerweile zahlreiche Frauen begleitet, die nicht “DIE zündende Idee” hatten, als sie zu uns kamen. Deswegen wissen wir, dass die Entwicklung einer tragfähigen Geschäftsidee möglich ist. 


Was diese Frauen jedoch ausgezeichnet hat, war die Bereitschaft, ihrer Vision von einer Selbstständigkeit zu folgen und sich dem Prozess anzuvertrauen. 


Unsere Empfehlung: Statt Dich von dieser Denke abzuhalten, probiere es mit: Ich vertraue in mich und kann eine Geschäftsidee entwickeln. 


Klassiker 2: Gründer:innen sind mutige Menschen. Ich bin nicht mutig und deswegen ist eine Selbstständigkeit nichts für mich. 


Natürlich brauchst Du eine gewisse Portion Mut, um zu gründen. Doch eine Selbstständigkeit besteht nicht aus “dem EINEN mutigen Schritt”, sondern aus vielen, kleinen einzelnen. Wir sind davon überzeugt, dass Du Mut erlernen kannst: Mach jeden Tag etwas Unangenehmes und schau was passiert. 


Anfangen kannst Du beispielsweise, in dem Du über dein Gründungsziel sprichst, Dich informierst, Dich mit Gründer:innen austauscht und Dir Zeit freischaufelst, um an Deiner Geschäftsidee zu arbeiten. All diese Schritte können sich im ersten Moment unangenehm anfühlen. Doch wenn Du immer wieder einen Schritt gehst, wirst Du überrascht sein, wohin Dich das führen kann. 


Gestern hat eine unserer Absolventinnen in unserem Live Workshop “Von der Zweiflerin zur Gründerin” berichtet, dass sie nie gedacht hätte, dass sie am Ende unseres Programms ihren sicheren Job kündigen würde, um sich 100% ihrer Selbstständigkeit zu widmen. Und es für sie total gut war, dass sie einen Schritt nach dem anderen gehen konnte. 


Klassiker 3: Ich habe keine Zeit, um eine Selbstständigkeit aufzubauen. 


Eine der häufigsten Fragen, die uns Frauen stellen, die sich für unser Programm interessieren, ist: “Wie soll ich das eigentlich neben Beruf, Familie, Hobby usw. eigentlich schaffen? Ich habe doch keine Zeit.”


Und da musst Du Dich ehrlich fragen, ob das wirklich ein Grund ist oder doch eher eine Ausrede? In unserem Kurs haben wir Frauen, die von außen betrachtet, überhaupt keine Zeit haben. Sie arbeiten beispielsweise Vollzeit, haben kleine Kinder zu Hause und machen am Wochenende wahrscheinlich auch mal einen Ausflug. Denen ist die Verwirklichung ihrer Selbstständigkeit jedoch so wichtig, dass sie es schaffen, eine fokussierte, halbe Stunde am Tag daran zu arbeiten. 


Das ist auch der Grund, warum wir die Jopenau so aufgebaut haben, dass eine Gründung auch neben dem “anderen Leben”, was wir alle haben und nicht vernachlässigen wollen, möglich ist. 


Gute Ideen für Deine Selbstständigkeit


Lerne uns und die Jopenau besser kennen und melde Dich zu unseren Briefen an. Ein Mal pro Woche teilen wir unsere praktischen Impulse rund um anders gründen und anders Unternehmerin sein. Wertebasiert, selbstfürsorglich, nachhaltig. Und wir gehen immer wieder der Frage nach, wie das mit dem Teilzeit-Unternehmertum eigentlich geht:




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