Wie Du es schaffst, Dir mehr zu vertrauen.

Meine Freundin, deren Mann im Sommer an Krebs gestorben ist, und ihr kleiner Sohn sind regelmäßig bei uns zu Besuch. Am Samstag sprachen wir darüber, was wir unseren Kindern gerne mitgeben möchten. Sie sagte, mit am wichtigsten sei es ihr, dass ihr Sohn Vertrauen habe, Vertrauen in sich, in das Leben, Urvertrauen. Das aus ihrem Mund zu hören, hat mich sehr bewegt, ich hätte es gut verstanden, wäre ihr in den letzten Jahren jegliches Vertrauen abhanden gekommen.

Warum ich das erzähle?

Nicht nur um schwere Krisen zu überstehen, insgesamt halte ich Vertrauen für eine der hilfreichsten Tugenden schlechthin. Vertrauen als Überzeugung, dass uns - so simpel es klingt - immer etwas einfallen wird. Dass - auch das klingt irgendwie nach Floskel, aber ist so wahr - es irgendwie immer weitergeht. Um die Kompetenz, mit dem Ungewissen umzugehen.

Genannt wird diese Kompetenz auch “Ambiguitätstoleranz”. Der Begriff kommt vom lateinischen “ambiguitas” (Mehrdeutigkeit) und “tolerare („erdulden“, „ertragen“). Es ist also die Fähigkeit, mehrdeutige Situationen und Unsicherheit zu ertragen.

Ein deutlich weniger dramatisches Beispiel ist der Aufbau der Jopenau in diesem Jahr. Es gab es immer wieder Momente, an denen ich mich ernsthaft gefragt habe, wie ich das alles schaffen soll. An anderer Stelle erzählte ich bereits, dass ich den ersten Kurs erst auf meiner Website angeboten habe, um zu schauen, ob ihn überhaupt jemand kauft. Und nach kurzer Zeit waren zehn Bestellungen eingegangen. Da wurde mir erst einmal heiß und kalt zugleich, weil ich merkte, dass ich jetzt auch liefern musste. Ich musste diese Unsicherheit ertragen und mir selbst Vertrauen schenken. Da ist mir klar geworden, dass Vertrauen eine der wichtigsten unternehmerischen Fähigkeiten ist.

Wir können pflegen und kultivieren, unser “selbst bewusst zu sein” (alias Selbstbewusstsein) und “uns selbst zu vertrauen” (alias Selbstvertrauen). Ich tue dies, in dem ich auch in wilden Zeiten ruhig werde und in die wortwörtliche Stille gehe. Morgens mache ich 10 Minuten eine geführte Meditation und im Alltag schließe ich immer wieder für eine Minute die Augen und atme tief und ruhig.

Wenn es ganz wild wird, dann denke ich an meine Freundin. Ihr Leben ist so herausfordernd und dennoch schafft sie es, eine wundervolle und beneidenswert geduldige Mutter für ihren Sohn zu sein, immer wieder freudvolle Momente zu erleben, den Alltag zu meistern und ihrem Sohn Vertrauen vorzuleben. Wahrscheinlich weiß sie das gar nicht, aber sie ist mein großes Vorbild.


Gute Ideen für Neues Unternehmertum


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