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Was Aufräumen mit Gründen zu tun hat

Vor unserem großen Umzug an den See feiere ich Zuhause gerade das große Aufräumfest. Dabei entdecke ich verblüffende Parallelen zum Gründen.


Anfang September ziehen wir um. Erst einmal in ein schönes Wochenend-Häuschen von Freunden eines Freundes einer Freundin… und Ende November dann in unser Haus oberhalb des Ammersees.


Nun ist es so, dass mir nacheinander jeder Raum, jeder Schrank, jedes Regal bei uns Zuhause zum Opfer fällt. Im Ausmisten war ich schon immer sehr groß und mit der Aussicht auf ein etwas schmaleres Gepäck beim Umzug geht es mir noch leichter von der Hand.


Zur Einstimmung habe ich zwei Bücher von Marie Kondo, japanische Aufräumlegende und Bestseller-Autorin gelesen. Eine Sache hat mich besonders beeindruckt und die lässt sich prima auf’s Gründen übertragen:


Folge der Freude. Für die Entscheidung, ob wir einen Gegenstand behalten oder nicht, sollen wir diesen in die Hand nehmen und beobachten, ob sich ein positives oder eher negatives Gefühl einstellt. Stellt sich ein gutes Gefühl ein: behalten. Wenn nicht: weg damit.


Kurzer Exkurs: Die Sachen durch Verschenken im Kreislauf zu behalten, hat einen ganz besonderen Charme.


Am Wochenende hat eine junge Gärtnerin die Bücher in altdeutscher Schrift von meinem Opa abgeholt. Bei uns sind sie nur im Regal eingestaubt. Für uns keine Freuden-Bringer, für sie augenscheinlich sehr. Heute Abend holt jemand unsere überschüssigen Weingläser, die bei uns den Schrank verstopft haben. Und so weiter.


Was das nun mit dem Gründen zu tun hat?


Es geht mir um den Aspekt, beim Ausmisten darauf zu achten, welche Dinge wirklich Freude bereiten.


Auch ich rate meinen Gründerinnen dazu, der Freude zu folgen. Ich bin davon überzeugt, dass das Gefühl der Freude in uns ein Seismograph ist. Ein Seismograph für das Finden unserer Geschäftsidee, für unsere strategische Ausrichtung, für das Finden von Geschäftspartnern und vielem mehr.


Allerdings ist meiner Erfahrung nach diese Freude meist nicht laut, sondern ist etwas zarter, leiser. Das heißt, man muss auch mal still werden und gut hinhören.


Das heißt übrigens nicht, dass wir nicht auch Dinge tun sollten, die uns unangenehm sind (meinen Gründerinnen rate ich sogar dazu, jeden Tag etwas Unangenehmes zu tun).


Ich würde es als ein Zusammenspiel bezeichnen: im Großen lassen wir uns von der Freude leiten und den Weg zeigen. Im Kleinen, im Alltäglichen trauen wir uns auch zu, immer wieder unangenehme Dinge zu tun, um die allseits zitierte Komfortzone zu stretchen und Wachstum zu ermöglichen.


Gute Ideen für Neues Unternehmertum

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