Gründen ohne Risiko: Warum Ziele nicht immer Sinn machen

Die Jopenau klärt darüber auf, was man zum Gründen braucht, und was nicht. Ich nenne das das alternative Gründen.


Heute spreche ich über die Zielorientierung versus der Ressourcen-Orientierung. Das klingt ja aufregend, ich weiß. ;)


Beim klassischen Gründen (also den Weg, den ich in der Jopenau nicht vertrete) geht es darum, sich fixe Ziele zu setzen und dann dafür zu sorgen, dass diese Ziele erreicht werden. Diese Ziele können Umsatzzahlen sein, Marktanteile, Wachstum, was auch immer. Wenn diese Ziele definiert sind (z.B. vom Gründer, den Investoren), geht es darum, die entsprechenden Ressourcen zu besorgen (Finanzmittel, Mitarbeiter, Lieferanten usw.).

Beim alternativen Gründen machen wir es genau anders herum. Wir schauen uns an, welche Ressourcen haben wir bereits? Das sind Ressourcen zu unserer Person und unserem Umfeld, z.B. Stärken, Erfahrungen, Fertigkeiten, Besitz und Kontakte und gehen damit los.


Ein einprägsames Beispiel verdeutlicht den Unterschied. Thema: Kochen.

Beim klassischen Gründen suche ich mir ein Rezept (der Plan) aus, besorge mir die Zutaten und koche dann ein Gericht (das Ziel) daraus. Je öfter ich das gemacht habe, um so wahrscheinlicher ist mein Erfolg (wohlschmeckendes Essen). Das funktioniert, da die Rahmenparameter recht stabil sind und es wenig Ungewissheit gibt. Dieser Weg basiert also auf “Wissen”.


Nun ist es aber so, dass ich als Unternehmer*in in der Regel etwas Neues erschaffen möchte und es dazu kein Wissen geben kann. Es macht also gar kein Sinn, Vorhersagen für die Zukunft treffen zu wollen, da der daraus entstandene Plan in der Regel nicht aufgeht. Es gibt also kein Rezept. Ich sage nicht, dass es keinen Sinn macht, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Auch Ziele setzen kann ok sein, sind aber aus den genannten Gründen mit Vorsicht zu genießen und sollten einen nicht zu sehr unter Druck setzen.


Deswegen mache ich es wie meine Mutter, die kocht nämlich nie nach Rezept. Sie schaut, was im Kühlschrank ist und zaubert daraus ein leckeres Gericht. Komme ich mit meiner Familie spontan zum Essen vorbei, kein Problem, irgendwas wird sich schon finden.

Das, was im Kühlschrank ist, sind unsere Ressourcen. Dieser Ansatz basiert also nicht auf Wissen, sondern auf Können. “Liebe Maren, das ist ja schön, aber wie werde ich zum Könner?!” mag der/die ein oder andere nun fragen. Ganz einfach: Entdecke (in der Jopenau ;-)), ob Du Talent hast und übe, probiere, erfahre.


Augenöffnend bei der Ressourcen-Orientierung ist, dass wir feststellen, welche Fülle schon in unserem Leben ist, mit der wir direkt unternehmerisch loslegen können.


Gute Ideen für Neues Unternehmertum

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