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Zögern: mein nerviger Begleiter (Hilfe zur Entscheidungsfindung)

Kennst Du das Gefühl: Du weißt eigentlich, was Du möchtest oder bist Dir zumindest ziemlich sicher. Dann gilt es die Entscheidung zu treffen oder die Aufgabe anzugehen. Und dann passiert… nüscht.


Die erste gute Nachricht: damit bist Du nicht allein. Die zweite gute Nachricht: Es gibt Wege, um dieses nervige Zögern in den Griff zu bekommen.


Willkommen zu den Schwerpunkt-Themen dieser Woche.


Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass Zögern ein ganz natürlicher Teil des menschlichen Verhaltens ist. Es kann verschiedene Ursachen haben. Manchmal steckt Angst dahinter – Angst vor Fehlern, Zurückweisung oder Versagen. In anderen Fällen ist es einfach Bequemlichkeit oder Unsicherheit.


Ein paar Beispiele aus der Praxis:


Du weißt, es ist wirklich an der Zeit, mit dem Chef über eine Gehaltserhöhung zu sprechen. Schiebst es aber immer weiter vor Dir her, aus Angst vor der Reaktion.


Du fühlst Dich schlapp und unwohl in Deinem Körper. Du weißt, 30 Minuten Bewegung an der frischen Luft wären genau das Richtige. Du tust es aber einfach nicht und gibst Dich der Bequemlichkeit hin.


Du hast eine Geschäftsidee, die Dein Herz höher hüpfen lässt, zögerst aber, den ersten Schritt zu gehen, aus Angst, es könnte schiefgehen.


Hand hoch, wer diese Situationen kennt.


Okay, alle wieder Hände runter.


Was kann man tun?


Schritt Numero 1

Reflektiere Deine Gedanken: Mach Dir bewusst, welche positive Absicht Dein (Unter-)bewußtsein mit diesem Zögern hat.


Warum macht das Zögern Sinn? Was ist die positive Absicht des Zögerns?


Ist es Angst vor dem Unbekannten? Die positive Absicht könnte Schutz sein.

Ist es Sorge um die Meinung anderer? Auch hier könnte die positive Absicht Schutz sein.

Oder ist es reine Bequemlichkeit? Die positive Absicht könnte Stressreduktion sein.


Indem Du Deine Gedanken analysierst, kannst Du Dein Zögern besser verstehen. Das ist eine wichtige Basis, um dem Zögern beizukommen.


Schritt Numero 2

Setze Dir realistische Ziele: Zerlege große Aufgaben in kleine, machbare Schritte. Für mich sind große Aufgaben übrigens die, die mehr als zwei Stunden dauern. Ich zerlege diese Dinger in 30-Minuten-Blöcke.


Ein Tag hat 1140 Minuten, 30 Minuten sollten also - sofern es Dir wirklich wichtig ist - machbar sein. Das erleichtert den Start und schafft ein Gefühl des Fortschritts.


In den Beispielen oben könnte das sein: Ich nehme mir 30 Minuten und


… sammle gute Argumente für die Gehaltserhöhung.

… ziehe bequeme Schuhe an und gehe eine große Runde.

… mache eine Liste an Menschen, mit denen ich mal über meine Geschäftsidee sprechen könnte.


Schritt Numero 3

Umgib Dich mit Unterstützung: Sprich mit Freund:innen, Familie oder Kolleg:innen über Deine Pläne. Achtung, Achtung: bitte wähle diese Menschen weise aus. Sie sollten Dir gegenüber wohlwollend sein, im entsprechenden Bereich einigermaßen erfahren und "entwicklungsbereit" sein.


Wer jeden Abend mit Chips auf der Couch verbringt und Bewegung hasst, ist vielleicht nicht der richtige Ansprechpartner für Dein Bewegungsziel.


Wenn Du mit den für Dich richtigen Leute sprichst, kann manchmal allein das Teilen Deiner Ziele Dir den nötigen Schub geben.


Schritt Numero 4

Betrachte (vermeintliche) Misserfolge als Lernchancen: Niemand ist perfekt, und jeder macht Fehler. Wenn etwas nicht wie geplant läuft, sieh es als Möglichkeit, daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen.


Der Chef hat bei der Frage nach einer Gehaltserhöhung mit dem Kopf geschüttelt? Vielleicht solltest Du Dich das nächste Mal besser auf das Gespräch vorbereiten, zukünftig Deine Erfolge proaktiver teilen oder doch mal über einen Arbeitgeberwechsel nachdenken.


Du hast Dich wieder eine Woche kaum bewegt? Vielleicht könntest Du versuchen, eher morgens eine Runde zu gehen statt wie geplant abends. Oder Du motivierst Dich, indem Du Dir beim Spazieren einen Podcast auf die Ohren machst. Oder…


Du hast wenig ermunterndes Feedback zu Deiner Geschäftsidee erhalten? Frage Dich, ob Du wirklich mit den richtigen Menschen darüber gesprochen hast. Konntest Du es vielleicht noch nicht so rüberbringen, dass Dein Gegenüber Dich versteht? Löst Du mit Deiner Geschäftsidee vielleicht doch nicht so ein dringendes Kundenproblem und forschst in diese Richtung nochmal nach?


Wie steht es bei Dir mit dem Zögern? Was nimmst Du Dir aus dem Beitrag für Dich mit?


Gute Ideen für Deine Selbstständigkeit


Lerne uns und die Jopenau besser kennen und melde Dich zu unseren Briefen an. Ein Mal pro Woche teilen wir unsere praktischen Impulse rund um anders gründen und anders Unternehmerin sein. Wertebasiert, selbstfürsorglich, nachhaltig. Und wir gehen immer wieder der Frage nach, wie das mit dem Teilzeit-Unternehmertum eigentlich geht:




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