• marenjopen9

Alles Schall und Rauch - verkaufen, was es gar nicht gibt

Einer der wichtigsten Hinderungsgründe, warum Menschen und insbesondere Frauen in Deutschland nicht gründen, ist die Angst vor dem Risiko und dem Scheitern. Durch frühes Prototypisieren senke ich dieses Risiko erheblich und das direkte Feedback und die einhergehende erlebbare Verbesserung des Produkts oder der Dienstleistung macht richtig viel Spaß.

Wenn man an Prototypen denkt, tauchen schnell eine Werkstatt, in der eine Gruppe Daniel Düsentriebs tüftelt und große Modelle baut, vor dem geistigen Auge auf. In meiner MASTERCLASS geht es um etwas anderes. Wir finden in Form von Papier-Prototypen, kleinen Theatern mit Legofiguren oder ähnlichem heraus, ob das Produkt oder die Dienstleistung, die wir anbieten möchten, tatsächlich für unsere Kund*innen hilfreich ist.

Das entscheidende Worte ist “tatsächlich”. Denn das Paradoxe beim Gründen ist: wenn wir - was durchaus wünschenswert ist - ein unterstützendes Umfeld haben und von Familie und Freunden in unseren Plänen bestärkt werden, ist das zum einen sehr motivierend. Zum anderen kann dieses positive Feedback süßes Gift sein. Natürlich denken wir durch die Bestärkung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ob ein Kunde aber am Ende tatsächlich kauft, steht auf einem anderen Blatt und das müssen wir durch konkrete Kaufangebote möglichst früh herausfinden. Auch wenn es noch gar nichts zu kaufen gibt.

Damit sind wir auch bei meinem persönlichen Favorit beim Prototypisieren: die “Simulation”, man könnte sie auch die “Schall-und-Rauch-Methode” nennen. Hier geht es darum, so zu tun, als ob es die Dienstleistung oder das Produkt bereits gibt. Man testet, ob es Menschen gibt, die es wahrhaftig kaufen würden.

Und wie geht das? Du könntest eine echte Anzeige in einer Fach-Zeitschrift schalten (ja, es gibt sie noch und Werbung in Nischen-Zeitungen ist manchmal weniger teuer, als wir denken), eine professionelle E-Mail-Adresse angeben und schauen, wie viele Menschen sich melden. Oder Du entwirfst einen Flyer, in der eine professionelle Mailadresse genannt ist. Du könntest eine Facebook-Seite oder eine einfache Website für das Angebot schaffen. Dann prüfst Du, wie die Reaktionen darauf sind… Es geht darum, immer und immer wieder mit den (potentiellen) Kunden in Kontakt zu treten und zu lernen, was funktioniert und was verändert werden muss. Wie viele Interessenten gibt es? Die ganz Mutigen führen die Interessenten durch den kompletten Kaufprozess und lassen die Katze erst am Ende aus dem Sack, dass es das Produkt noch gar nicht gibt.

Es gibt viele, viele Möglichkeiten. Aber das Wichtigste: frühzeitig den Mut-Hut aufsetzen und mit den potentiellen Kund*innen in Kontakt sein. Nieder mit dem Risiko!


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