Warum Gründerinnen aufgeben… die Angst vor der Konkurrenz

“... und dann habe ich recherchiert und gemerkt, dass es schon so viele Anbieter in dem Bereich gibt. Das hat mich total entmutigt. Jetzt überlege ich, doch was anderes zu machen.” Die Angst vor “den anderen”. Muss nicht sein.


Typisches Muster: Gründungswillige arbeiten eine Geschäftsidee aus. Dann merken sie bei der Marktrecherche, dass es schon viele andere Anbieter gibt, die alle etwas ähnliches verkaufen (wollen). Und schon viiiel mehr Follower auf Instagram haben. Und bei LinkedIn. Und schon viiiiel professioneller auftreten. Und…


Sagen wir mal so: wenn es für Deine Idee noch gar keinen Markt gäbe (also keine Anbieter und keine Käufer), dann würde ich eher die Finger davon lassen. Es ist hochverdächtig und spricht wahrscheinlich nicht für einen profitablen Bereich. Sieh es anders: es ist bewiesen, dass man mit Deiner Idee Geld verdienen kann. Volltreffer!


Die Medien suggerieren uns was anderes: nur innovative Ideen haben Erfolg. Aber nur den wenigsten von uns ist es beschieden, eine bahnbrechende, noch nie dagewesene Geschäftsidee zu haben, mit dieser in die Welt hinauszugehen und erfolgreich zu sein. Braucht es auch gar nicht.


“Aber warum sollten die dann von mir kaufen, wenn es doch so viele andere gibt?” fragst Du Dich vielleicht. Die Fragen aller Fragen.


Hierfür kann es mehrere Gründe geben.


Beispielsweise bist eben genau Du mit Deiner Expertise der oder die Richtige, von der die Menschen lernen wollen. Vielleicht weil Du noch nicht - wie die Expertin mit der riesen Reichweite - 20 Schritte, sondern eher (die entscheidenden) drei Schritte voraus bist. Damit bist Du für sie nicht schon zu weit weg und “anschlussfähig”.


Oder Du verkörperst ganz bestimmte Werte, Eigenschaften, eine Art zu leben usw.. Deine Zielgruppe kann im besten Fall genau daran gut andocken, fühlt sich bei Dir gut aufgehoben und verstanden.


Oder Du machst eben eine Kleinigkeit anders und das ist exakt das, was der Kunde oder die Kundin jetzt braucht.


Oder Du bringst Dein Angebot besonders gut auf den Punkt, weil Du Deinen potentiellen Kund:innen besonders gut zugehört hast und deswegen ganz genau weißt, was sie brauchen.


Oder oder oder.


Meine Tipps:


  1. Tausche im Kopf “einen vollen Markt” gegen “einen lebendigen Markt”.

  2. Tausche “Konkurrenz” gegen “Wettbewerber”.

  3. Tausche “Stück vom Kuchen” gegen “Teil vom Ganzen”.

  4. Rede über Deine Idee und habe keine Angst, dass jemand Deine Idee klaut.

  5. Mache Dir klar, was Dich ausmacht. Mit Deinen Talenten, Fähigkeiten, Erfahrungen, Werten.

  6. Überlege Dir sehr gut, mit welchen Kund:innen Du arbeiten möchtest und wer von Dir lernen kann.

  7. Lerne Deine (potentiellen) Kund:innen ganz genau kennen. Finde heraus, was sie nachts wach hält. Worüber grübeln sie, während sie eigentlich mit ihren Kindern spielen möchten? Höre zu.

  8. Kommuniziere punktgenau Dein spezifisches Angebot.

  9. Lass Dich inspirieren, aber mach es nicht so wie die anderen. Nur weil es bei denen (anscheinend) funktioniert, heisst es nicht, dass es bei Dir funktioniert.

  10. Höre auf Dein Bauchgefühl - folge ihm aber nicht blind.


Wenn Du so vorgehst, bist Du schon einen großen Schritt weiter, um Deinen Platz in einem lebendigen Markt erfolgreich zu besetzen.


Übrigens sind das - wie sollte es anders sein - Fragen, denen wir im DISCOVER-Kurs und der anschließenden MASTERCLASS nachgehen. Magst Du dazu mehr erfahren? Dann setze Dich gerne hier auf die unverbindliche Warteliste für den nächsten Kurs, der im Herbst startet.


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