Das Ende in Sicht

Gerade habe ich “Zusammen ist man weniger alt” von Lorenz Wagner gelesen. Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, wie wir gesund und glücklich altern. Ein spannender Tanz zwischen der persönlichen Geschichte des Autors in einem Vier-Generationen-Haus in meinem Wohnort Gräfelfing und der wissenschaftlichen Perspektive darauf.

Angeregt durch dieses wunderbare Buch und meinen Newsletter vor zwei Wochen, in dem ich auf das bewegte Leben meiner Mutter zurückblicke, kreisen meine Gedanken in den letzten Tage um die vielen Enden. Das Ende des Lebens. Das Ende von Projekten. Das Ende von Zyklen. Was wünschen wir uns vom Ende? Wie wichtig ist es am Ende, auf welchen Weg wir zurück blicken?

So habe ich gestern meinen Teilnehmerinnen vorgeschlagen, auch die MASTERLCASS mal vom Ende her zu denken. Wie schon öfter erwähnt, halte ich von 5-Jahres-Plänen und ähnlichem nichts. Ich war NACH fünf Jahren noch nie annähernd dort, wie ich es VOR fünf Jahren gedacht hätte. Rückblickend verstehe ich wie und warum ich da bin, wo ich bin - aber DAS hätte ich niemals planen können (und wollen).

Was ich aber liebe, ist folgendes Gedankenspiel: wenn ich mit 80 Jahren auf der Parkbank sitze, auf was für eine Qualität in meinem Leben möchte ich zurückblicken? Und was heißt das für meine Entscheidungen heute? Was bedeutet das für mein Zusammensein mit meiner Familie und Freunden, meine Arbeit, meinen Alltag? An welcher Stelle in meinem Leben sollte ich mich vorwärts bewegen, um diese Qualität in meinem Leben zu erreichen? Oder ist sie gar schon da?

So sind wir gedanklich ans Ende der MASTERCLASS gereist. In echt sind wir gerade in der sechsten Kurswoche, aber die Teilnehmerinnen sollten sich mal in die Situation am Ende des zwölfwöchigen Kursen versetzen. Sich vorstellen, wie sie sich gut fühlen, fröhlich sind, in sich ruhen. Und dabei lächeln. Und dann in diesem Zustand, in dieser Vorwegnahme der Zukunft, sich überlegen, was sie heute - im wirklichen heute - für Entscheidungen treffen müssen, um dahin zu kommen. Was sollten sie tun oder sein lassen? Wo sollten sie jetzt eine innere Blockade überwinden, um am Ende sagen zu können, das war richtig gut?

Mal gedanklich ans Ende zu reisen, kann für die Gestaltung des heute unfassbar wertvoll sein. Probiere es doch mal aus!


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