Wie Du neue Gewohnheiten nachhaltig etablierst

Wir möchten unsere privaten Finanzen gerne mit einer App tracken. Das bedeutet, dass man möglichst regelmäßig die App öffnet und die Ausgaben kategorisiert. Die ersten paar Tage klappts immer, dann vergesse ich es oder es nervt mich irgendwie. Zehn Mal bin ich bestimmt schon gescheitert. Nun bin ich vor ein paar Wochen auf DEN Trick gestoßen: die Dopaminschleife. In aller gebotenen Kürze: wenn uns etwas gefällt, stoßen wir das Glückshormon Dopamin aus. Besonders tun wir das, wenn wir uns auf etwas vorfreuen (daher ist die sprichwörtliche Vorfreude tatsächlich die schönste Freude). Der Trick besteht darin, die neue, ungeliebte Gewohnheit in diese Vorfreude, also in die sogenannte Dopaminschleife einzubauen und damit die Dopamin-Ausschüttung mit der neuen Gewohnheit zu verknüpfen. In meinem Beispiel bedeutet das: ich bereite mir nach dem Mittagessen einen frischen, duftenden Cappuccino zu. Diesen stelle ich lockend vor mich auf den Tisch steht. Ich höre die Dopamin-Glückchen förmlich klingeln. Bevor ich den ersten Schluck nehme, öffne ich schnell die App, kategorisiere zwei Minuten die Ausgaben und genieße dann meinen Kaffee. Inzwischen ist das Öffnen der App tatsächlich schon von der Dopamin-Welle der letzten Wochen so positiv belegt, dass ich den Kaffee danach (fast) schon nicht mehr brauche. Angeblich funktioniert das mit jeder neuen Gewohnheit, die wir fest etablieren möchten. Du möchtest Deinen Alltag achtsamer gestalten und das gelingt Dir genau zwei Tage? Wie wäre eine zweiminütige Atemübung vor dem Checken von Social Media? Du möchtest endlich Yoga in Deinen Tag einbauen? Wie wäre es mit zwei Sonnengrüßen vor dem Schauen Deiner Lieblingsserie. Wichtig: die neue Gewohnheit muss gerade zu Beginn wirklich kurz (bestenfalls maximal zwei Minuten ) sein. Länger geht dann nach hinten raus immer, wenn die körpereigene Chemieküche ihren Dienst getan hat.


Aus dem Leben einer Gründerin Vor ein paar Wochen schockierte mich mein Sohn (7 Jahre) mit der Aussage, er sei “ja hier wohl nicht die Hausfrau!” Schon allein der Gebrauch die Begrifflichkeit irritierte mich sehr. Mein erster Gedanke war “Dir werd ich’s zeigen!” und sah mich schon, wie ich ihn mit dem Staubsäuger durch’s Haus scheuchte. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass das eher für Unfrieden und in den wenigsten Fällen für die gewünschten Ergebnisse sorgt. “Die Dopaminschleife!” schoss es mir durch die Kopf. Ich setzte mich mit den Jungs zusammen und erklärte ihnen mein Anliegen ihrer Mithilfe. Ich bot ihnen an, dass sie sich aussuchen könnten, was sie übernehmen. Auch sagte ich ihnen, dass es mir wichtig sei, dass Mithilfe bei uns nicht extra belohnt werde. Aber dass man sich es sich ja auch nett machen könnte und sich bei oder nach der Hausarbeit zum Beispiel einen Kinder-Podcast anhören könnte. Die oben beschriebene Funktionsweise des Dopamins im Kopf, pries ich an, wie gut es sei, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Das leuchtete ihnen ein und wir wurden uns handelseinig. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, aber seit drei Wochen sind die Ressorts Spülmaschine ausräumen und Müll rausbringen in eiserner Hand. Kein Murren, kein Vertrödeln. Vergangene Woche fiel unsere Putzhilfe aus und der 7-Jährige (der mit der Hausfrau) kommentierte es mit “dann machen wir diese Woche wohl selber sauber”. Das Wörtchen “wir” werte ich als Ritterschlag meiner neuen erzieherischen Maßnahmen. Ein Hoch auf’s Dopamin!


Gute Ideen für Neues Unternehmertum

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