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Das Ziel ist im Weg

Ein Freund von mir hat einen Podcast namens "Das Ziel ist im Weg". Früher fand ich den Titel immer ganz lustig. Heute weiß ich: Es ist die Wahrheit.


Jetzt haben wir Anfang März. Wie es wohl den Neujahrsvorsätzen vieler Menschen geht? Den vielen Ideen? Den großen Zielen für dieses Jahr?


Ich verstehe den Sinn von Zielen. Sie geben uns eine Richtung, spornen uns an, uns zu bewegen. Motivieren. Bis zu einem gewissen Punkt.


Sehr oft erlebe ich, dass Menschen sich einen Zielzustand ausmalen, wie es mal sein soll. Vielleicht fangen sie dann an, eine große Liste zu schreiben, was alles erforderlich ist, um dieses Ziel zu erreichen. Und hier kippt die Sache. Totale Überforderung. Will ich das Ziel wirklich? Schaffe ich das? Wo fange ich denn jetzt an?!


Das ist der Grund, warum ich keine große Freundin von große Zielen bin. Aber lass mich Dir ein Beispiel geben. Vielleicht auch aus einem ganz anderen Lebensbereich:


Eine Freundin hat einen Mann kennengelernt. Schon alleine die Frage, ob er nun derjenige welche sein könnte, macht sie ganz kirre. Die Lösung: sie muss es jetzt gar nicht wissen. Sie kann jetzt einfach minikleine Kennenlern-Schritte machen und dazwischen immer wieder innehalten, ob sich das Ganze so entwickelt, wie sie es sich vorstellt.


Oder dieses Beispiel: Eine Teilnehmerin möchte Menschen durch einen Kurs Wissen vermitteln. Allein der Gedanke, ein ganzes Kurs-Programm aus dem Stand zu konzipieren. Sich vorzustellen, was ihre Programm-Teilnehmerinnen genau brauchen werden usw. sorgt für total Überforderung. Die Lösung: anfangen, 1:1 mit einzelnen Teilnehmerinnen zu arbeiten, auf dem Weg herausfinden, was genau die Herausforderungen sind, für diese Lösungen erarbeiten und sich das nächste Problem vorknöpfen. Kleine Schritte.


Eine andere Teilnehmerin musste für einen Kunden eine Projektanalyse machen. Eine solche Untersuchung hatte sie in dieser Form zuvor noch nicht gemacht. Was für ein riesen Brocken, sich daran zu setzen! Wenn ich daran denke, kann ich das Gewicht förmlich spüren. Natürlich schiebt man das gerne bis zum letzten Drücker auf! Die Lösung: einfach mal anfangen, Gedanken sammeln und eine Gliederung schreiben. Nach einer konzentrierten Stunde hat sie festgestellt, dass sie viel besser voran gekommen ist, als sie es im Vorwege dachte.


Jeden und jede, der oder die vor einem scheinbar unlösbaren Mammutaufgabe steht oder ein großes Vorhaben vor der Brust hat, rufe ich zu: Sei schlau, aber höre auf, alles von Anfang bis Ende zu durchdenken! Es kommt auf dem Weg sowieso anders, als vorher gedacht.


Setze den ersten Schritt und dann gehe kontinuierlich weiter. Halte zwischendrin immer wieder inne, prüfe, ob der Weg der richtige ist, adaptiere und geh weiter.


Gute Ideen für Neues Unternehmertum

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