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Wie Du Dein eigenes Ding machst

Bei vielen Frauen, die zum ersten Mal gründen, ist es ähnlich wie im Fußballstadion. 60.000 Fans im Stadion denken, sie sind 60.000 Trainer. Jeder hat eine Meinung und weiß am besten, wie die Strategie der Mannschaft sein sollte. Der Ehemann mutiert zum passionierten Gründungscoach.


Der Partner, der Freundeskreis, die Eltern, der Onkel, der Bruder, die Schwester, alle haben irgendwie eine Meinung, wie wir am besten vorgehen sollten. So viele Trainer! Da kann man leicht mal den Überblick verlieren.


Was tut man da am besten?


Das Stichwort lautet: Verbindung & Abgrenzung.


Verbindung, da ich denke, dass es sich durchaus lohnt, bei einer Neu-Ausrichtung - und dazu zählt eine Gründung ja - mit ausgewählten (!) Liebsten im Gespräch zu bleiben. Monatelang vor sich hinzutüfteln und nix zu verraten, was man da gerade so treibt, wirft viel zu viel Scheinwerferlicht auf die "Geheimaktion". Das erzeugt oftmals schon wieder (unbewussten) Druck, weil man ja irgendwann "damit" rausrücken muss.


Mein Tipp ist, das Gegenüber kontinuierlich über die Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten, aber nur in der Tiefe, wie man es gerade leisten kann und möchte (=Abgrenzung). Und mit der eigenen Unsicherheit in diesem Zusammenhang offen umzugehen und die Grenze zu kommunizieren. Vielleicht auch zu riskieren, dass die andere Seite enttäuscht ist, dass man diese Grenze zieht.


Das könnte in etwa so lauten:


"Schatz, ich bin gerade dabei, Interviews mit potentiellen Kunden zu führen, um daraus eine Geschäftsidee zu entwickeln. Was daraus wird, weiß ich auch noch nicht. Ich bin selber gerade noch etwas unsicher, bitte bohre also zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht so tief nach. Wenn es Dich interessiert, was hältst Du davon, wenn ich Dir in zwei oder drei Wochen erzähle, was ich herausgefunden habe?"


Die Reihenfolge:


1) Sachverhalt schildern ("ich bin gerade dabei, Interviews mit potentiellen Kunden zu führen, um daraus eine Geschäftsidee zu entwickeln").

2) Gefühl äußern ("Was daraus wird, weiß ich auch noch nicht. Ich bin selber gerade noch etwas unsicher,")

3) Bitte äußern (" bitte bohre also zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht so tief nach. Wenn es Dich interessiert, was hältst Du davon, wenn ich Dir in zwei oder drei Wochen erzähle, was ich herausgefunden habe?")


Die Kommunikationsprofis unter Euch haben es schon längst entlarvt.

Es sind die Schritte der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg. Diese Schritte leisten mir seit über einem Jahrzehnt sehr gute Dienste.


Sie ermöglichen, sich über die eigenen Gefühle klar zu werden, sich dem anderen mitzuteilen und klare Bitten zu äußern. Ein kleines Zaubermittelchen, nicht nur für Gründerinnen mit passionierten Ehemännern.


Gute Ideen für Neues Unternehmertum

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