Wie Du mit Deiner Geschäftsidee Geld verdienst

Die 7 Schlüsselfragen sind das Sesam-öffne-Dich für die Entwicklung einer tragfähigen Geschäftsidee. In den letzten beiden Wochen ging es um die ersten drei Fragen “Wer ist der Kunde?" , "Was hat er für ein Problem?" und "Welchen Nutzen hat Deine Lösung?”


Die 4. Schlüsselfrage lautet: Wieso ist Deine Lösung besser als vergleichbare Alternativen? Hier geht es darum, dass du herausfindest, was Du besser machen kannst als Dein Wettbewerb. Hierfür ist es wichtig, sich selber und seine Vorzüge gut zu kennen - weswegen wir im Einstiegskurs DISCOVER die persönlichen Ressourcen (Fähigkeiten, Fertigkeiten, Besitz, Erfahrungen, Talente) jeder einzelnen sehr genau unter die Lupe nehmen. Richtig eingesetzt sind es genau diese Ressourcen, die oft den Unterschied machen.


Spannend ist auch die 5. Schlüsselfrage: Wie groß ist Dein Marktpotential? “Den Markt” kannst Du Dir in diesem Zusammenhang wie einen abstrakten Marktplatz vorstellen, an dem Waren angeboten und gekauft werden (z.B. der Immobilienmarkt, der Coaching-Markt etc.). Wenn Du die maximal mögliche Käuferanzahl mit der Kauffrequenz und dem Preis multiplizierst, erhältst Du das Marktpotential.


Besonders ausführlich gehe ich heute auf die 6. Schlüsselfrage ein: Wie lässt sich mit Deiner Lösung Geld verdienen? Spoiler: Wenn wir uns mit dieser Frage beschäftigen, geht es meistens um viel mehr als ums liebe Geld.


Ich bin davon überzeugt: Der Zweck jedes Unternehmens sollte darin liegen, für die Kunden Wertschöpfung zu schaffen. Ums reine Geld verdienen geht es jedenfalls nicht. Wertschöpfung kommt so dröge daher, ist aber eigentlich ein poetisches Wert: ich erschaffe einen echten Mehrwert für andere Menschen, Lebewesen, die Welt. Das ist es doch, was wir wollen! Dieser zu schöpfende Wert kann viele unterschiedliche Gesichter haben. Er leitet sich daraus ab, wie gut ich ein Problem des anderen löse (Schlüsselfrage 2) und den Kundennutzen schaffe (Schlüsselfrage 3). Du siehst, es hängt alles wie in einem Gesamt-Kunstwerk zusammen. Die Kunden honorieren diese Wertschöpfung, in dem sie das Produkt oder die Dienstleistung kaufen und dafür einen angemessenen Preis zahlen. Das heißt, der Kaufprozess, die “Übertragung des Geldes” sind das direkte Feedback, ob der Kundennutzen klar ist und welchen Wert dieser Nutzen für den Kunden hat. Beim Kaufprozess ziehe ich dem anderen also nicht das Geld aus der Tasche, sondern der Kaufprozess und das Bezahlen eines Preises ist das gnadenlose Feedback, ob ich mit meinem Produkt oder der Dienstleistung auf dem richtigen Weg bin. Und wenn mein Produkt oder die Dienstleistung nicht gekauft wird: naja - dann hat jemand anderes mehr Nutzen (vielleicht für ein anderes Problem) geschaffen und der Kunde hat seine “knappe Ressource” (Geld) dafür ausgegeben.


Wenn Du gründen möchtest und sagst: “Ach, mir geht es bei den ganzen Sache doch gar nicht so sehr ums Geld; wie ich damit Geld, verdiene überlege ich mir dann irgendwann mal”, dann ist das aus meiner Sicht von der falschen Richtung aus gedacht. Der Transfer des Geldes zeigt, ob Du wahren Nutzen stiftest. Ob Du damit reich werden möchtest oder nicht, spielt an dieser Stelle gar keine Rolle.


Und was ist, wenn Du Menschen helfen möchtest, diese Menschen aber keine Möglichkeit haben, Geld dafür zu bezahlen? Dann bewegst Du Dich in der Welt der Gemeinnützigkeit, in der ich sieben Jahre mit unserem Gefängnis-Projekt war. Darüber schreibe ich nächste Woche.


Konkret heißt das: wir sollten uns frühzeitig Gedanken machen, wie wir mit unserem Angebot Geld verdienen möchten. Wie ist die Mechanik des Geldverdienens? Sind es einmalige Verkaufserlöse oder aufeinander aufbauende Produkte? Sind es laufende bzw. wiederkehrende Erlöse wie bei Mitgliedergebühren, Abonnements u.ä.?


Wenn Du bei den Gedanken “Geld für etwas zu nehmen” ein mulmiges Gefühl bekommst, dann ist dies genau das, was ich immer wieder sage: Gründen ist angewandte Persönlichkeitsentwicklung. Wir bekommen immer wieder vorgehalten, an welchen Stellen wir uns noch selber blockieren. Geld verdienen und annehmen können, ist ein unfassbar machtvoller Spiegel unseres eigenen Selbstverständnisses und Selbstwerts.


Gute Ideen für Neues Unternehmertum

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