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Seit gestern gedulde ich mich

immer wieder sehne ich mich danach, Zeit zu haben. Einfach nur mal Zeit für Dinge, auf die ich gerade Lust habe.


Wenn es dann so weit ist, passiert es nicht selten, dass ich von einem bestimmten Gefühl überwältigt werde. Ein unangenehmes Gefühl.


Was ist das für ein Gefühl, das sich regelmäßig einstellt, sobald ich in aller Ruhe etwas tun möchte? Ich würde es als eine Art Ruhelosigkeit und Abgelenktheit beschreiben.


Insbesondere tritt es dann auf, wenn ich mich auf etwas ganz bestimmtes konzentrieren möchte, ohne dabei körperlich aktiv tätig zu sein. Wie zum Beispiel ein Buch lesen.


Ich lese ein, zwei Absätze. Vielleicht drei. Und dann… juckt es mich im Gehirn. Noch kurz etwas anderes machen, bevor ich ganz zur Ruhe kommen kann. Schnell mal auf Instagram gucken. Noch eben eine Tasse Kaffee holen, dann ist es noch schöner. Oder meldet sich da gerade nicht ein kleines Hüngerchen?


Gleiches kann beim Lösen einer kniffligen Aufgabe im Job passieren.


Ich fange an, diesen Newsletter zu schreiben. Es stockt ein wenig. Ich merke, dass meine Gedanken noch nicht klar sortiert sind. Sie schweifen ab… ich checke mal kurz die E-Mails.


Wir beklagen uns oft darüber, dass wir uns von Dingen wie Social Media und einem klingelnden Posteingang ablenken lassen.


Inzwischen glaube ich, dass es andersherum ist.


Wir schaffen es nicht, uns in die Aufgabe mental zu vertiefen und finden aus Enttäuschung sehr schnell eine Ausflucht.


Warum?


Eine mögliche Antwort habe ich in "4000 Wochen" von Oliver Burkeman gefunden.


Es fällt uns schwer zu akzeptieren, dass Dinge Zeit brauchen. Wir sind schlicht und ergreifend ungeduldig.


Seitdem ich das weiß, übe ich, diese Ungeduld auszuhalten.


Ich beginne, etwas zu tun. Kurz darauf nehme ich den Impuls, etwas anderes zu tun, was mir über die Runden hilft, wahr. Ich widerstehe ihm. Bleibe dabei.


Und dann passiert etwas ganz Besonderes. Ich tauche viel tiefer ein. Einfach so. Es passiert wie von selbst.


Ich gebe zu, dass ich diese Praxis seit etwa 36 Stunden anwende. Vielleicht ist es also etwas früh, um vom großen Durchbruch zu sprechen. Aber ich darf verraten: alleine die Selbstbeobachtung ist unfassbar spannend. Mal schauen, was ich nächste Woche mit ein bisschen Übung berichten kann.


Gute Ideen für Neues Unternehmertum

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